Du interessierst dich für psychoaktive Substanzen. Vielleicht hast du schon konsumiert. Vielleicht planst du deinen ersten Trip. Vielleicht willst du einfach wissen, ob dein persönliches Profil eher entspannt oder eher riskant aussieht.
Was bleibt, ist die Frage, die kein Beipackzettel und keine Reddit-Antwort zuverlässig beantworten kann: Wie riskant ist das eigentlich für mich, konkret mit meiner Biografie, meiner Familie, meiner Psyche und meiner aktuellen Lebenssituation?
Die ehrliche Antwort: pauschal gibt es sie nicht. Ob Kratom bei dir problematisch werden kann, ob ein Psychedelikum psychisch ungünstig ist oder ob Microdosing in problematischen Dauerkonsum kippt, hängt massiv von deinem persönlichen Profil ab. Zwei Menschen mit ähnlichem Konsummuster können völlig unterschiedliche Verläufe haben.
Suchtrisiko-Selbsttest
Der kostenlose Suchtrisiko-Selbsttest auf drogenrisiko-test.de versucht genau diese Frage so präzise zu beantworten, wie es als Online-Orientierung sinnvoll möglich ist: nicht als Diagnose, sondern als strukturierter Spiegel.
Was diesen Drogenrisiko-Test einzigartig macht
Viele Online-Tests zum Thema Drogenrisiko funktionieren erst dann richtig, wenn bereits etwas passiert ist: Sie fragen, wie häufig du konsumierst, ob du die Kontrolle verloren hast, ob Entzug, Craving oder Probleme im Alltag auftreten. Andere Tests schauen eher darauf, ob schon psychotische Symptome oder klare Warnzeichen einer Krise vorhanden sind.
Dieser Test setzt früher an. Er schätzt dein persönliches Suchtrisiko und Psychoserisiko auch dann ein, wenn du noch gar keine Drogenerfahrung hast oder gerade vor einer ersten Entscheidung stehst. Dafür betrachtet er Risikofaktoren, die schon vor dem Konsum relevant sein können: familiäre Vorbelastung, psychische Gesundheit, Kindheitserfahrungen, Impulsivität, soziale Einbindung, aktuelle Krisen, Medikamente, körperliche Kontraindikationen und dein Safe-Use-Mindset.
Klassische Suchttests
Fragen oft: Konsumierst du schon häufig? Hast du schon Kontrollverlust, Entzug, Probleme oder psychoseähnliche Symptome?
Dieser Selbsttest
Fragt zusätzlich: Welche persönlichen Risikofaktoren bringst du mit, noch bevor aus Neugier, Experimentieren oder gelegentlichem Konsum ein ernstes Problem werden könnte?
Wenn du bereits konsumiert hast, eine Suchtgeschichte mitbringst oder schon psychische Krisen erlebt hast, wird das natürlich ebenfalls berücksichtigt und erhöht die Risikoeinschätzung entsprechend. Der besondere Punkt ist aber: Der Test ist nicht nur ein Rückblick auf vorhandene Probleme, sondern ein präventives Harm-Reduction-Werkzeug für zukünftige Entscheidungen.
Was der Test misst und warum
Der Test erhebt 15 Dimensionen und wandelt sie in zwei getrennte Scores von 0 bis 100 um: einen für Suchtrisiko, einen für Psychoserisiko. Diese Trennung ist wichtig, weil verschiedene Substanzen sehr unterschiedliche Risikoprofile haben. Kratom hat ein anderes Risikoprofil als LSD. Cannabis ein anderes als Stimulanzien. Ein einziger Gesamtscore würde diese Unterschiede verwischen.
Risikologik
Die Grafik zeigt keine echten Nutzerwerte. Sie zeigt die Logik: Der Test betrachtet Risiko und Schutz getrennt, damit nicht alles in einem ungenauen Mittelwert verschwindet.
Am Ende landest du in einer von fünf Tier-Einstufungen. Vorher lohnt sich ein Blick auf die Faktoren und darauf, warum jeder einzelne im Test vorkommt.
Die 15 gemessenen Faktoren
Warum Schutzfaktoren nicht nur Dekoration sind
Ein guter Selbsttest fragt nicht nur: Was belastet dich? Er fragt auch: Was trägt dich?
Risikotreiber
Schutzfaktoren
Schutzfaktoren können stabile Beziehungen, Pausenfähigkeit, Schlafstruktur, Selbstkontrolle, Therapie, Gemeinschaft, Achtsamkeit oder Menschen sein, die dir ehrlich widersprechen dürfen. Sie löschen Risiko nicht aus. Aber sie können verhindern, dass aus einem belasteten Muster eine Eskalation wird.
- stabile Beziehungen
- Pausenfähigkeit
- guter Schlaf
- Therapie oder Beratung
- ehrliche Selbstbeobachtung
- sicheres Umfeld
- klare Grenzen
- weniger Verfügbarkeit
Harm Reduction: Warum dieser Ansatz sinnvoll ist
Harm Reduction bedeutet nicht: alles verharmlosen. Harm Reduction bedeutet: Menschen treffen Entscheidungen, und je besser sie informiert sind, desto eher können sie Risiken senken.
Für dich konkret: Je besser du dein eigenes Profil kennst, desto fundierter entscheidest du über Substanz, Zeitpunkt, Set und Setting. Genau hier liegt der Unterschied zu vielen klassischen Abhängigkeitstests: Der Selbsttest ist nicht erst dann nützlich, wenn bereits Kontrollverlust oder eine Krise sichtbar sind, sondern macht dein persönliches Risikoprofil einschätzbar, bevor du Entscheidungen triffst.
Das Tier-System: Empfehlungen statt Verbote
Nach dem Test landest du in einem von fünf Tiers. Diese Tiers sollen nicht wie ein Urteil klingen. Sie sind eine Orientierung: Wie vorsichtig solltest du gerade sein, und welche Arten von Erfahrungen wären bei deinem Profil eher unnötig riskant?
Fünf Tiers
Die wichtigste Aussage ist nicht “du darfst” oder “du darfst nicht”. Die wichtigste Aussage ist: Bei deinem Profil sind manche Entscheidungen deutlich riskanter als andere.
Mach den Test: fünf Minuten, anonym
Suchtrisiko-Selbsttest starten
Kein Account, keine E-Mail, keine IP-Speicherung im Test. Nur du, ein Browser-Tab und strukturierte Fragen zu Risiko- und Schutzfaktoren.
Zum Suchtrisiko-SelbsttestNach dem Test: Folgefragen, Statistik, Vertiefung
Zwei Features sind nach Abschluss besonders nützlich.
Per-Klick-Prompt für KI-Folgefragen: Der Test generiert einen Prompt, den du in ChatGPT oder Claude kopieren kannst, inklusive deines anonymen Profils. So stellst du spezifische Folgefragen mit Kontext, statt bei null anzufangen.
Anonyme Community-Statistik: Unter drogenrisiko-test.de/stats.html siehst du aggregierte Verteilungen: wie viele Teilnehmer in welchem Tier landen und welche Score-Bereiche typisch sind. Gespeichert werden ausschließlich Tier und Scores, nicht deine vollständigen Antworten.
Wer Substanzen grundsätzlicher nachschlagen will, findet im OpenMind Wiki eine freie Enzyklopädie zu psychoaktiven Substanzen: Wirkprofile, Risiken und Kombinationshinweise.
Wer steht hinter dem Projekt?
Der Test wurde in Zusammenarbeit mit Simon Ruane, besser bekannt als OpenMind3000, entwickelt. Er macht seit 2014 Drogenaufklärung und Harm-Reduction-Content auf YouTube. Zusammen mit seinem Bruder betreibt er openmind.wiki und ist auf Instagram als @simon_ruane aktiv.
Mehr zum Hintergrund, zur Methodik und den einzelnen Studienquellen gibt es auf der About-Seite des Tests.
Was der Test nicht ist
Der Test ist keine Diagnose, keine medizinische Beratung und keine Aufforderung zum Konsum. Er ist ein Harm-Reduction-Werkzeug zur Selbsteinschätzung.
Wenn dein Ergebnis hoch ist, heißt das nicht: Du bist kaputt. Es heißt: Du solltest nicht allein weiterdenken. Sprich mit einer Suchtberatung, einer psychotherapeutischen Praxis, einer ärztlichen Stelle oder einer Person, der du wirklich vertraust.
Innerhalb dieser Grenze ist der Test eines der wenigen Werkzeuge im deutschsprachigen Raum, die Suchtrisiko, Psychoserisiko und Schutzfaktoren differenziert abbilden – auch präventiv, bevor schon eine Abhängigkeit, eine Psychose oder ein problematisches Konsummuster entstanden ist. Fünf Minuten, die sich lohnen.
Jetzt ehrlich hinschauen
Der Test ist anonym und als Orientierung gedacht. Er ersetzt keine Hilfe, aber er kann ein guter erster Spiegel sein.
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